Endlich hält er Einzug,
der Frühling. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ich habe
etwas gelernt, was bleiben wird. Wein, Obstbäume und Rosen kann ich
nun beschneiden. In der letzten Woche waren wir da sehr aktiv. Das
französische Ehepaar möchte eine Rosenplantage anlegen, um Rosenöl
und getrocknete Blüten für einen Natur-Kosmetik-Konzern zu
produzieren. Wir helfen ihnen dabei – am Sonntag haben wir den
Grundstein gelegt. Zusammen waren wir in der Nähe von Kvareli, wo
ein Georgier bereits seit ein paar Jahren in diesem Feld tätig ist.
Dort haben wir zwei Tage damit verbracht, den abgeschnittenen Teil
seiner Rosen einzusammeln. Den Kofferraum voll mit Rosen-Stänglen,
ging es zurück. Seitdem schneiden wir täglich ein Paket in kleinere
Stücke, aus denen hoffentlich bald Stecklinge werden. Es wir Monate
dauern, bis aus den Stecklingen kleine Rosen-Pflanzen werden. Wir
werden wohl kaum noch miterleben, wie sie auf die, dafür
vorgesehenen Flächen gepflanzt werden, doch werden wir bestimmt auf
dem Laufenden gehalten. Den Wein in unserem Garten habe ich wiederum
mit dem Australier bereits vor einiger Zeit beschnitten, ebenso wie
die Rosen. Jetzt sind noch die Obstbäume dran – es gibt viel zu
tun, auch weil wir parallel bereits damit beginnen, die ersten
Setzlinge für den Garten zu ziehen. Das turbulente Treiben draußen
sind wir gar nicht mehr gewohnt, nach den langen Monaten am Ofen.
Nächste Woche werden wir sehen, ob das Taschen-Projekt erfolgreich
ist. Die Taschen sind genäht, jetzt müssen sie nur noch an die
Kundschaft verkauft werden.
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