Ein weiteres Wochenende in Tbilisi neigt sich langsam aber sich dem Ende zu - was gibt es diesmal zu berichten? Nachdem wir Freitagabend mit JJ angekommen waren, trieb es uns ins Canudos, weil wir dort schon länger nicht mehr gewesen waren. Nach dem ersten Bier wollten wir eigentlich schon weiterziehen, doch dann trafen wir auf die Temi-Gremi-Truppe. Ein glücklicher Zufall - aus einem Bier wurden zwei und die Runde wurde ständig größer (unter anderem eine drei-Mann-Gruppe aus Bad Kissingen/ München, ein Weltenbummler und ein Pärchen, welches am nächsten Tag eine von vier Hochzeitszeremonien vor sich hatte). Später statteten wir dem Café Gallery noch einen Besuch ab und fielen anschließend in unser Bettchen. Nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum ersten Kino-Besuch an diesem Wochenende - im Zuge des 14. Tbilisi International Film Festivals. Wir ergatterten (trotz gegenteiliger Behauptungen) relativ einfach und kurzfristig noch Tickets. Auf dem Plan standen diesmal fünf georgische Kurzfilme mit englischen Untertiteln. Nach ein paar Skypereien wussten wir dann jedoch nichts mehr mit uns anzufangen und so besuchten wir eine andere Freiwillige in ihrer georgischen WG. Dort erfuhren wir, dass der Weihnachtsmarkt leider schon am Samstag stattgefunden hatte, nicht wie wir dachten am Sonntag (erwähnenswert wäre, dass dies unser eigentlicher Beweggrund war, nach Tbilisi zu kommen). Heute starteten wir mit einem Besuch der hiesigen Schwefel-Bäder in den Tag - wir mieteten uns eines der besseren, eher unfreiwillig doch da dieses schon nicht besonders gepflegt war, kam uns die Wahl anschließend gar nicht so verkehrt vor. Weiter ging es nach Didube - dort wollten wir ein bisschen Second-Hand-Shopping betreiben. Das Resultat meinerseits: ein überdimensional großer Pulli, ein schickes Jäckchen und nicht zu vergessen eine lila Skihose (die benötige ich wohl bald zum Kochen in unserer offenen Küche). Nach einer kräftezehrenden Suche nach Nahrung (welche nach Möglichkeit nicht aus Khachapuri oder Döner bestehen sollte), machten wir einen Abenteuer-Spaziergang in Richtung unseres Stammreviers. Kinobesuch Nr. 2: diesmal hatten wir die Karten schon im Voraus besorgt, was auch besser zu sein schien - der Kinosaal war ungefähr 10mal so groß wie der Vorige und bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt (wir hatten VIP-Plätze erwischt, es handelte sich wieder um einen glücklichen Zufall - wahrscheinlich ging mit der Sitzplatz-Ordnung etwas ziemlich schief). Das war allerdings nicht das Einzige was an diesem finalen Abend gehörig in die Hose ging. Während des Films wurde die Leinwand plötzlich schwarz und nach fünf-minütiger Unterbrechung musste der Filmvorführer erst wieder die richtige (oder zumindest halbwegs richtige) Stelle finden. Einige Minuten später nochmal das Gleiche .. und nochmal. Sehr peinlich für die Veranstalter und wenig amüsant für das Puplikum, zumal der Film bereits eine Länge von 177 Minuten besaß. Für uns war die Vorstellung umso schwieriger zu verfolgen, da wider Erwarten kein englischer Untertitel vorhanden war - nur ein georgischer und ein russischer und das zu einem französischen Film (bei dem ordentlich genuschelt wurde).
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