Grüne Wiesen, weiße Berge und so viel Arbeit
Warum
die Berge weiß sind? Nein, geschneit hat es nicht mehr (zum Glück). Der
Frühling steckt dahinter. Er ist einfach überall – wir sind umzingelt. Unser
Dorf liegt in einem Tal, um das sich kleine Hügelketten aufgereiht haben, die
hier noch weiß, dort schon grün schimmern. Während meiner Abwesenheit haben
Thalia und eine Wwooferin gute Arbeit geleistet – die Keimlinge in unserem
Garten wachsen und gedeihen. Bewusst wähle ich die Worte „unser Garten“, es
handelt sich nämlich wirklich um unseren eigenen, privaten Garten. Wir waren
die Nachfragen und das Bevormundetwerden leid und so haben wir entschieden, die
Fläche vor dem Haus eines Bekannten zu bewirtschaften. Das Beste ist: es darf
experimentiert werden! Wir verzichten auf die Anlage von Beeten und setzen
stattdessen auf das Säen in Reihen (mit je 70cm Abstand). So kann ein
Esel-Zuggerät zum Jäten eingesetzt werden und die Pflanzen sind einfach zu
erreichen. Auch ist die Fläche kleiner, die tatsächlich bearbeitet werden muss.
Die verwendeten Samen sind teilweise drei oder mehr Jahre alt und wurden mit
neueren vermischt, um einerseits sparsam vorzugehen, andererseits wird so ein
gewisser Ertrag sichergestellt. Doch neben diesem Garten bewirtschaften wir nun
auch noch einen dritten. Es handelt sich um eine experimentelle Versuchsfläche
vor Davids Haus. Dort wurde schon im vergangen Jahr erfolgreich Projekt
initiiert. Gemeinsam mit Frauen aus dem Dorf hat man Calendula angebaut und für
den Verkauf präpariert. Nun soll die Produktpalette erweitert werden und zu
diesem Zweck möchte man herausfinden, welche Pflanzen in diesem Klima gut
gedeihen. In dieser Woche haben wir mit dem Anbau von Kamille begonnen, bald
schon folgt die Malve. Drei Gärten, zwei Gärtnerinnen – ob wir uns da mal nicht
zu viel vorgenommen haben.
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