Das ist Thalia beim Mehlsieben. Sie hat
eine Menge Spaß dabei, es gehört schließlich zu ihren
allerliebsten Lieblingsbeschäftigungen. Denn wer trennt nicht gerne
die Spreu vom Weizen – ähh den Weizen vom Kleingetier? Ja, so saß
sie da und siebte und siebte was das Zeug hielt. Darüber vergaß sie
ganz die Zeit, so trug es sich zu, dass sie dort für vier Stunden
verweilte, in einer Position, die besonders rückenschonend zu sein
scheint und den Muskelaufbau im linken Arm auf ganz hervorragende Art
und Weise unterstützt. Und, falls das ungesiebte Mehl noch nicht zur
Neige gegangen ist, so siebt sie noch heute .. Spaß beiseite; diese
Plackerei hat schließlich ihren Grund und den könnt ihr hier sehen,
im neuen Ofen in der soeben fertiggestellten Bäckerei. Das Brot
steht im Zentrum der Tätigkeiten Jean-Jacques', denn an allen
Donners-, Frei- und Samstagen dreht sich alles nur ums Brot. Zuerst
wird der Sauerteig vermehrt, dann der Teig hergestellt, der Ofen
angefeuert, anschließend wird gebacken und am darauffolgenden Tag
wird es auf dem Markt in Tiflis zusammen mit anderen Produkten
(Tees, Gemüse, Marmeladen, Honig, Sonnenblumenöl, Apfelsaft und
Keksen) von Jean-Jacques vertrieben. Die meisten anderen Produkte
(bis auf das Sonnenblumenöl) stammen jedoch von Bekannten oder
anderen Organisationen. Bald können wir endlich wieder unser
hofeigenes Gemüse vermarkten, da es im Garten wieder besser
aussieht. Das Weizen bauen wir allerdings selbst an, es handelt sich
um eine alte georgische Sorte, die sogar für Gluten-Allergiker
geeignet ist. Um auf den Titel zurückzukommen - das Brot muss nach dem Backen eigentlich einige Tage ruhen, da es sich noch in der Entwicklung befindet, eigentlich .. aber wer kann schon frischem Brot widerstehen? Ich jedenfalls nicht!
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