Sonntag, 20. Oktober 2013

Gut Brot will Weile haben

Das ist Thalia beim Mehlsieben. Sie hat eine Menge Spaß dabei, es gehört schließlich zu ihren allerliebsten Lieblingsbeschäftigungen. Denn wer trennt nicht gerne die Spreu vom Weizen – ähh den Weizen vom Kleingetier? Ja, so saß sie da und siebte und siebte was das Zeug hielt. Darüber vergaß sie ganz die Zeit, so trug es sich zu, dass sie dort für vier Stunden verweilte, in einer Position, die besonders rückenschonend zu sein scheint und den Muskelaufbau im linken Arm auf ganz hervorragende Art und Weise unterstützt. Und, falls das ungesiebte Mehl noch nicht zur Neige gegangen ist, so siebt sie noch heute .. Spaß beiseite; diese Plackerei hat schließlich ihren Grund und den könnt ihr hier sehen, im neuen Ofen in der soeben fertiggestellten Bäckerei. Das Brot steht im Zentrum der Tätigkeiten Jean-Jacques', denn an allen Donners-, Frei- und Samstagen dreht sich alles nur ums Brot. Zuerst wird der Sauerteig vermehrt, dann der Teig hergestellt, der Ofen angefeuert, anschließend wird gebacken und am darauffolgenden Tag wird es auf dem Markt in Tiflis zusammen mit anderen Produkten (Tees, Gemüse, Marmeladen, Honig, Sonnenblumenöl, Apfelsaft und Keksen) von Jean-Jacques vertrieben. Die meisten anderen Produkte (bis auf das Sonnenblumenöl) stammen jedoch von Bekannten oder anderen Organisationen. Bald können wir endlich wieder unser hofeigenes Gemüse vermarkten, da es im Garten wieder besser aussieht. Das Weizen bauen wir allerdings selbst an, es handelt sich um eine alte georgische Sorte, die sogar für Gluten-Allergiker geeignet ist. Um auf den Titel zurückzukommen - das Brot muss nach dem Backen eigentlich einige Tage ruhen, da es sich noch in der Entwicklung befindet, eigentlich .. aber wer kann schon frischem Brot widerstehen? Ich jedenfalls nicht!

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