Wir schon! Letzte Woche mussten wir das, vorher bereits gemähte, Unkraut auf den Feldern verbrennen. Doch das war, anders als gedacht, eine sehr langwierige und mühsame Aufgabe. Jedes Feld war anders und musste anders bearbeitet werden, manche musste man wirklich regelrecht fegen. Wir benutzten natürlich keinen Besen, doch mit der Gabel fühlte es sich fast genauso an. Es dauerte ungefähr 4-5 Tage, bis wir endlich alle Flächen geschafft hatten. Nun folgt die Bodenbearbeitung – natürlich bio-dynamisch. Das heißt, man nach dem Pflügen (nicht zu tief und wahrscheinlich das letzte Mal überhaupt) den Boden nochmals bearbeitet, ihn dann aber für zehn Tage ruhen lässt. Anschließend werden die Präparate hergestellt und auf den Äckern bzw. um die Äcker herum verteilt, wie das wiederum genau aussieht, konnte ich mir noch nicht anschauen. Erst dann wird die neue Saat ausgebracht. Im nächsten Jahr wird eventuell eine Maschine angeschafft, die es ermöglicht, die sich auf dem Acker befindlichen Pflanzen niederzudrücken und dabei gleichzeitig zu säen. Diese Methode ist schonender für den Boden, da er nicht durcheinandergebracht wird. Ab heute haben wir übrigens einen neuen Mitbewohner – ein junger Schweizer, der hierher auswandern möchte. Wir sind gespannt, wie sich das Zusammenleben und das gemeinsame Arbeiten verändern werden. Jede Veränderung wird von uns im Moment dankbar angenommen, weil man dann merkt, dass doch etwas vorangeht. Außerdem soll bald ein großes Gewächshaus installiert werden, welches uns ermöglichen wird, auch im Winter Gemüse anzubauen.
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