Samstag, 23. November 2013

Unfreiwillig getarnt

მე არ ვარ ქართველი! (Übersetzung: "Ich bin keine Georgierin!") Ja, diesen Satz muss ich wohl noch verinnerlichen. Anwenden ließe er sich nämlich bei jeder Gelegenheit. Vor allem Verkäufer, Post- und Bibleotheksbeamten neigen dazu, einen Schwur darauf ablegen zu können, dass ich wie eine typische Georgierin aussehe. Deswegen schauen sie mich alle immer sehr verdutzt an wenn ich sage: "Bodishi! Me k'art'uli aris ts'ota ts'ota." ("Entschuldigung, aber ich kann nur ein bisschen Georgisch.") Das ist immer der Zeitpunkt, an dem ich meine Tarnung auffliegen lasse. Aber man kommt zumindest mal ins Gespräch. Manchmal ist es auch ganz praktisch, einfach nicht wie eine Touristin, und damit irgendwie fremd, zu wirken. Wenn ich allerdings mit anderen Freiwilligen unterwegs bin (es reicht eigentlich auch schon, wenn Thalia dabei ist), entsteht dieses Missverständnis meist gar nicht erst. Exotisch fühle ich mich hier also nicht, eher in Erklärungsnot. Wenn wir schon mal bei der Kategorie "Verwirrungen international" sind - warum kauft Griechenland einen Baum in der Hauptstadt Georgiens, noch dazu auf irgendeinem Hügel? Hat es zu mehr nicht gereicht? Die spinnen, die Griechen!

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